sexta-feira, 30 de abril de 2010

Das Urbild des Lebens


"Eine Vision vielleicht, falls Sie verstehen, was ich meine. Obwohl der Garten nie wirklicher war als dieses Jahr. Seit wir inh kennen, das sind allerdings erst drei Jahre, hat er nie zeigen dürfen, was in ihm steckt. Nun stellt sich herraus, dass es nicht mehr und nicht weniger war als der Traum, ein grüner, wuchernder, wilder, üppiger Garten zu sein. Das Urbild eines Gartens. Der Garten überhaupt."

Christa Wolf, Juninachmittag, Stuttgart: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1988, s. 37

segunda-feira, 26 de abril de 2010

Kraftlos


"Auf tiefem Grün,
vom Lebensfinger gezeichnet:
die Leuchtspur der Hand,
die Abend und Frühe des Worts griff,
um das nun der Dank
versammelter Fernen aufscheint.

Im Aufgang der Leinwand,
verwandlungswillig:
ein Blau, das emporströmt.

An seinen Ufern, tagweiss:
die Zeit dieses Bildes.

Sie wächst wie dein Aug es will."

Paul Celan, A Morte é uma Flor, Lisboa: Edições Cotovia, 1998, s. 26

quarta-feira, 21 de abril de 2010

Angst 3


e se me desencontro
lês-me a tua glória?
sentas-te na soleira
e guias meus passos?
sonhas-me alto
e deixas-me escutar?

domingo, 18 de abril de 2010

Aus Sonne und Meer leben...


por ter essa sede
e essa fome
por ter esse dom
e esse desejo
por seguir esse
árido caminho
por tudo isso
ou por nada
ei-lo aqui

quarta-feira, 14 de abril de 2010

Beim Meer (ohne dich)


"Ich wollt, ich wär ein Fisch,
 So hurtig und frisch;
 Und kämst du zu angeln,
 Ich würde nicht mangeln.
 Ich wollt, ich wär ein Fisch,
 So hurtig und frisch. (...)


 Was alles ich wär,
 Das gönnt ich dir sehr;
 Mit fürstlichen Gaben,
 Du solltest mich haben.
 Was alles ich wär,
 Das gönnt ich dir sehr.


 Doch bin ich, wie ich bin,
 Und nimm mich nur hin!
 Willst du bessre besitzen,
 So lass dir sie schnitzen.
 Ich bin nun wie ich bin,
 Und nimm mich nur hin!"


J. W. Goethe, Klassische Gedichte und nahezu unbekannte Werke, Geneva: Hardcover Taschenbuch Eurobooks, 1998, s. 66-7

quarta-feira, 7 de abril de 2010

Aus Leben und Liebe...


"Es gibt ein grosses und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es eifach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit.
Es gibt Kalender und Uhren, um sie zu messen, aber das will wenig besagen, denn jeder weiss, dass einem eine einzige Stunde wie eine Ewigkeit vorkommen kann, mitunter kann sie aber auch wie ein Augenblick vergehen - je nachdem, was man in dieser Stunde erlebt.
Denn Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen."

Michael Ende, Momo, München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1992, s. 57

sábado, 3 de abril de 2010

Es riecht nach Frühling!


depois da chuva densa 
de ontem
a clara manhã se despe
e caminha 
entre o verde e o azul
e escuta-se o silêncio
das sombras
do meu dia